Ausmisten – Ordnung halten – Wozu?

Kurz nach Weihnachten war es soweit. Wohin mit den ganzen Weihnachtsgeschenken?

“Hilfe, was tun? Kein Platz mehr.”

Kein Platz mehr in den Kinderzimmern, kein Platz mehr im Keller und die Kinder langweilen sich in der zweiten Ferienwoche. Ist das denn möglich?!

Das war der Ausgangspunkt im letzten Blog-Beitrag zum Thema Ausmisten, Ordnung halten und Wohl-Fühlen.:)

Im 2ten Teil folgt nun:

  • was ein guter Anreiz ist, mal so richtig auszumisten
  • was sonst noch Chaos bringt
  • wie du es schaffst, dass sich nicht zu viel ansammelt und wie du dran bleibst.

Was ist ein guter Anreiz, um einmal so richtig auszumisten? Schaffe dir dein Wohlfühl-Bild!

Wenn du ein ordnungsliebender Mensch bist, brauchst du nämlich genau diese Ordnung um dich wohl zu fühlen und vor allem, dich entfalten zu können.

Oft hast du das Durcheinander in den Schränken nicht direkt vor den Augen  aber unser Unterbewusstsein weiß genau um das Chaos, das da herrscht und blockiert dich.

Nebenbei tauchen auch wieder Sachen auf, die du vielleicht schon lange vermisst hast oder gar nicht mehr wusstest, dass du sie besitzt.

Außerdem verbringst du danach viel weniger Zeit damit Dinge zu suchen. Ist das nicht fein?

Was noch? schreib doch einfach in den Kommentar, wenn dir sonst noch ein guter Anreiz einfällt.

Die Punkte oben bieten mir persönlich zumindest schon genug Anreiz einmal komplett durch´s Haus zu gehen und nicht nur durch besagte, vollgestopfte Kinderzimmer.

Was es auch immer für dich ist, solltest du dir jedenfalls deine Anreize und dein “warum” unbedingt öfter vor Augen führen. Damit du motiviert bleibst, es am Ende eben soagr Spaß macht und leicht von der Hand geht.

Stelle es dir am Besten gleich mal vor, wie es dann ist, nachdem du ausgemistet hast und welches Gefühl dann bei dir hochkommt.

Stell dir vor, wie es dann ist, wenn alles geschafft ist. Atme tief durch und hole dir das wunderbare Gefühl so oft als möglich her.

Mache dir einen Plan oder setze dir eine Frist bis zu der du fertig sein willst. Starte mit einer kleinen Sache. Schritt für Schritt. Tag für Tag.

Wenn sich dein Verlangen nach Ordnung in Grenzen hält, könnte es allerdings zäh werden.:)

In dem Fall empfiehlt es sich tatsächlich Unterstützung zu holen.  Einen Berater oder Coach, der dir dabei  hilft trotzdem loslegen zu können.

Manchmal hilft es auch, ein paar Dinge erst mal in den Keller zu schaffen, wenn da noch Platz ist, hihi. Solltest du oder die Kinder, die Sache dann nach etwa 6-12 Monaten noch nicht wieder brauchen oder es auffallen, dass sie weg ist, dann schnell zur Tat schreiten. WEG DAMIT:)

In dem Film “Bad Moms 2” hatte eine Mutter ihrem Sprössling zu Weihnachten immer wieder dasselbe Geschenk gemacht nachdem sie es vorher aus seinem Zimmer geholt hat. Wieder verpackt und unter den Baum gelegt. Er hat sich jedes Mal tierisch darüber gefreut.:)

Das würde allerdings bei meinen Töchtern nicht funktionieren. Diesbezüglich haben sie dann doch noch ein wahnsinnig gutes Erinnerungsvermögen.

Was sonst noch Chaos bringt :“Bestimmt können wir das irgendwann in Zukunft brauchen?!”

Die andere Seite, die das Chaos mit verursacht, ist der wilde Zukauf von Dingen, die du im Moment noch gar nicht brauchst aber vielleicht irgendwann?

Weil´s grad so günstig ist oder du gerade vor Ort bist, hast du das Gefühl, du musst einfach “zuschlagen”. Ich nenne das das Flohmarkt- Syndrom.

Die gute Nachricht: NEIN, musst du nicht.

Der Effekt: Seit ich nicht mehr regelmäßig bei Aldi, Lidl und Co einkaufen gehe, ich auch gar keine Werbe-Prospekte mehr “studiere”, habe ich bestimmt schon einige 100 € gespart.

Und das alleine dadurch, dass ich die günstigen Dinge, die wir irgendwann vielleicht mal gebrauchen könnten, einfach nicht nebenbei kaufe.

Aus dem Grund liebe ich es mitlerweile, wenn es nicht gerade um Lebensmittel geht, einfach kurz online zu gehen und genau das zu kaufen, was ich brauche. Komischerweise verleitet mich die Werbung dort bisher kaum.

Die “Redundanz” beim Einkaufen, also alles Überflüssige, hat einen erheblichen Einfluss auf deinen Geldbeutel und dein Wohlbefinden zu Hause.

Zunächst fühlst du dich vielleicht sogar mega gut weil du wieder ein Schnäppchen gemacht hast aber spätestens beim Ausmisten kehren sich dann die Gefühle ins Gegenteil, oder nicht? Schreib doch mal im Kommentar wie es dir dabei so ergeht.

Denn, wenn du nur das kaufst, was tatsächlich auf der Liste steht, dann:

  1. bist du viel schneller mit dem Einkauf fertig
  2. hast du einiges an Geld gespart, das du dann locker zum Einsatz bringen kannst sobald du die eine Sache dann auch wirklich brauchst
  3. hast du viel weniger Sachen zu Hause zu verstauen
  4. musst dich nicht daran erinnern, ob du die Sache schon gekauft hast, sollte sich endlich Bedarf anmelden
  5. hast viel weniger auszumisten
  6. hast immer Platz für Neues
  7. hast ein Hammer Gefühl von Leichtigkeit und Durchblick:)

Wie oft habe ich schon im Bedarfsfall diese eine Sache bestellt, um dann festzustellen, dass wir sowas schon auf Vorrat irgendwo rumliegen hatten. Ist dir das auch schon passiert? Grmpfh.

Fazit: Wenn die Kinder kleiner sind, lohnt es sich bestimmt bei entsprechenden Angeboten zuzuschlagen oder gebraucht auf Vorrat zu legen. Die Kleinen wachsen ja so schnell aus den Klamotten und den Spielsachen raus oder die Sachen sind dann einfach schnell durch. Wenn die Kleinen dann in der Schule sind, wird das wieder anders.

Was die Kinderzimmer betrifft, machst du ja über die Jahre so einige Male die Runde, mit Kleidung und Spielzeug austauschen, Bett- und Tapetenwechsel u.v.m., bis die Kinder größer sind.

Neue, andere Dinge einkaufen. Gebrauchte Dinge verkaufen, verschenken oder entsorgen.

Never ending story.

Was das im Einzelnen an Zeitaufwand bedeutet, weißt du am besten selbst, einschließlich Erfahrungs-Austausch mit anderen Eltern, welches Bett oder welcher Schreibtisch am Besten taugt, Besuch im Designer- oder einfachen Möbelgeschäft, bei IKEA, EBAY und Co. etc.

 

Wie schaffst du es, dass sich nicht zuviel ansammelt und dran zu bleiben? Tipps und Tricks!

Nie mehr aufräumen?! Vergiss es.:)

Aber was definitiv hilft:

  • alles bekommt einen festen Platz
  • den Boden frei halten und was geht an der Wand befestigen, z.B. Klappstühle im Keller.
  • ordnen nach Themengruppen z.B. alles für die Steuer, alles fürs Frühstück,…
  • wenn was Neues reinkommt, geht was Altes dafür raus.
  • kleine Handgriffe sofort erledigen  2-3 Minuten
  • als Routine: jede Woche x Dinge entsorgen
  • keinen Vorrat mit Dingen, die ich irgendwann mal brauchen könnte
  • vertraue darauf, dass du alles was du tatsächlich brauchst auch rechtzeitig bekommst, zu einem Preis, der auch ok ist.
  • entsorge jede Woche min. 3 Dinge, die du nicht mehr brauchst

 

Überlege dir, was du dir alles damit ersparst.

Ähnliche Themen, die Raum für weitere Blog-Beiträge bieten:

  • wie schaffe und halte ich Ordnung  in meinem Büro?
  • wie gehe ich mit digitalem Müll um?
  • wie gehe ich mit Gedanken-Müll um?

Lass es mich wissen, was dich zum Thema Ausmisten, Raum für Neues schaffen, Loslassen interessiert. Vielleicht möchtest du auch mit einen Gastbeitrag zum Thema beitragen?

Alleine geht so Manches, zusammen noch so viel mehr!

Ich freu mich darauf von dir zu hören!

Deine Birgit,

dein Feel-Good-Coach für “alles gut unter einen Hut”.

 

PS: Zu guter letzt noch ein Buch-Tipp:

 

Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert

von Marie Kondo (Autor)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Marie Kondo arbeitet als selbständige Beraterin für Aufräumen und Ordnung. Nach dem Studium begann sie, ihre «KonMari-Methode» zu entwickeln, aus der mehrere Weltbestseller hervorgingen. In Japan ist die Autorin inzwischen ein Fernsehstar; in Amerika stehen ihre Bücher monatelang an der Spitze der NYT-Bestsellerliste, sie hat dort auch eine TVShow. Das Time Magazin zählte sie 2015 zu den 100 einflussreichsten Frauen weltweit. Im Englischen wurde ihr Nachname sogar zum Verb: «to kondo» als Synoym für «radikal aufräumen». Ihre Bücher wurden in fast 40 Sprachen übersetzt. Sie lebt mit Mann und Tochter in Tokio.

 

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