Handy futsch, was nun?

Über Panik , tief durchatmen, Versuche klar zu denken, um-organisieren, die positiven Dinge daraus zu ziehen und entspannen.

Kennst du das auch?

Ich saß gerade im Zug, kurz vor der Rückfahrt nach München und sortierte mich für meine 4 Stunden Zugfahrt.

Plötzlich der Moment als ich merkte – das Handy ist nicht da! PANIK.

Da wurde mir plötzlich kalt und heiß zugleich

bis  mir wieder einfiel, wo ich es zuletzt in den Händen hatte. Beim Aufladen an der Steckdose im Hotel!

Als ich meinen Koffer dort abholte, um zum Bahnhof zu gehen, blieb noch etwas Zeit. Die wollte ich nutzen, um noch etwas “Saft” für´s Handy zu tanken. Bei der Hinfahrt war die Steckdose im Zug defekt, sodass ich dem Vorbeugen wollte. Da war ich noch so stolz über diese kluge Idee!

Was ist jetzt als Nächstes zu tun?

Raus aus dem Zug und eine Stunde später fahren? Keine Option mit fixem Ticket.

Da fiel mir ein, dass eine Kollegin aus München noch vor Ort war. Zum Glück hatte ich noch das iPad parat, um eine Nachricht schicken aber leider erfolglos.

Ok, dann eine E-mail ans Hotel mit der Bitte es per Post zu schicken. Zum Glück hat es eine Angestellte auf die Seite gepackt und versprochen, es Montag auf die Post zu bringen.

Erleichterung macht sich breit! Aber nur langsam…

Ich wollte doch eigentlich noch so Einiges mit den Fotos auf dem Handy erledigen. Und was passiert mit den ganzen WhatsApp Nachrichten?

Eine weitere App, für WhatsApp auf dem ipad oder Rechner, funktioniert leider nicht. Da sollte ich beim Installieren mit dem Handy einen Code scannen. Wie soll das bitte gehen ohne Handy?! tsss

Also mal tief durchatmen und überlegen..

Was ist das Schlimmste was passieren kann, wenn…

…mich ein Anruf oder eine Nachricht auf dem Handy nicht erreicht?

Die Antwort ist meistens simpel und meistens gleich: NICHTS oder NICHT VIEL?

Denn, ist es etwas Wichtiges, dann wird die Person es nochmal versuchen und schließlich auf anderem Wege. Und zwar so lange bis es klappt. Oder es geht eben auch ohne mich?

Letzteres ist natürlich bei Anfragen von potentiellen Kunden bedauerlich. Aber auch davon geht i.d.R. die Welt nicht unter. Oder doch?

Die wichtigsten Personen kann man vorher informieren. Bei den Anderen einmal bewusst austesten, ob sie vielleicht auf die Idee kommen, dass das Handy futsch sein könnte? oder defekt?

Letzteres habe ich bei der Gelegenheit getestet und nur wenige direkt informiert. Halt, stimmt nicht, Facebook wusste Bescheid!:)

Es war erstaunlich, dass niemand nur im Entferntesten einen Gedanken an diese Möglichkeit verschwendet hatte.:)

Gab es auch Vorteile?

– MEHR ZEIT für persönlichen Austausch

– MEHR VERSTÄNDNIS bei meinem Partner, der spontan die Gruppen-Talks zur Kinder-Logistik übernommen hat:)

– VIEL WENIGER UNTERBRECHUNGEN!

Und ich konnte tatsächlich fokussierter arbeiten!

“Ach du hast gerade gar kein Handy? Das erklärt natürlich alles…”

kam von einer lieben Beaknnten.

Schon der Wahnsinn, dass wir – einschließlich myself and me – mitlerweile davon ausgehen, die Menschen aus unserem Umfeld mit einem Handy, stets und möglichst sofort mit unserer Nachricht erreichen zu können. Irre oder?

Fazit:

  • 93 WhatsApp Nachrichten, die nicht unmittelbar aufgeploppt sind
  • mein Mann mehr in der Verantwortung und zeigt mehr Verständnis
  • kein zusätzliches Surfen auf FB & Co
  • 100% kein Handy auf dem Tisch beim Essen:)
  • mehr Blickkontakt mit meinen Kindern
  • kein Gefühl noch eben schnell eine Nachricht loswerden zu “müssen” weil das Handy ja gerade rumliegt.
  • ich habe 3 freundliche Telefonate geführt zu komplexen (?) Kinder-Logistik-Fragestellungen. Dabei habe ich Einiges mehr an persönlichen Dingen mitbekommen, z.B. auf die Frage: “wie geht es dir eigentlich? wie läuft es bei euch gerade so? was macht dein Job? die Schule?…”

Meine 3 besten “Lessons Learned”

und was ich davon in meinen “neuen” Alltag integriere:

1) Definierte Handy-Zeit! Sonst Handy weg und/oder auf lautlos stellen.

  • Klären welche Anrufe ich auf keinen Fall versäumen sollte: Schule, Hort, wichtige Kunden, Team-Kollegen und natürlich mein Mann!:) Für Notfälle die Festnetznummer anbieten oder bei Vibration auf´s Display schauen und dann entscheiden.
  • Sonst sorgt ein freundlicher AB-/Mailbox-Spruch dafür, dass ich mich gerne und sobald als möglich zurückmelden kann.

2) Social Media Aktivitäten auf Facebook, Instagram &Co eingrenzen:

  • vorab kanalisieren, planen und automatisieren was geht.
  • spontane Bilder, ad hoc Storys etc. einfach halten, damit es in wenigen Minuten erledigt ist
  • die Reaktionszeit auf Nachrichten auf den verschiedenen Seiten und Gruppen auf 20 Minuten am Stück begrenzen.;)
  • bei Bedarf Unterstützung einholen, z.B. durch eine virtuelle Assistentin.

3) Private Nachrichten nur abends, gesammelt bearbeiten – außer “es brennt”:)

Bis dahin haben sich dann so manche Fragezeichen in diversen WhatsApp Gruppen bereits geklärt. Daumen drück!:)

ENTE gut ALLES gut?

Heute traf mein heißgeliebtes Handy wieder zu Hause ein! Und ich gebe zu, ich habe es chon vermisst und wäre es tatsächlich ganz weg gewesen…au weia, daran mag ich jetzt einfach nicht denken;)

Und von den 93 WhatsApp Nachrichten in 4 Tagen waren schon mal 30 aus meiner Feen-Witz-Gruppe, die ich über alles Liebe und die mir den Tag mit lustigen Witzen und Inspirationen versüsst! Der Rest war auch nicht brisant. Und an den Kinder-Freizeit-Logistik-Gruppen werden wir noch arbeiten;)

Wobei Weihnachten kommt dieses Jahr einfach wieder überraschend, mit all den verschiedenen Termin. :)))

Hattest du schon einmal ein ähnliches Erlebnis? Was fällt dir dazu spontan noch  ein?

Teile doch deine Erlebnisse mit uns in den Kommentaren. Ich freue mich drauf!

Deine Birgit

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